Politischer Vormittag am GZG

Am Dienstag, den 10.02.2026, veranstaltete das GZG erneut seinen traditionellen Politischen Vormittag in der Aula der Schule. Im Hinblick auf die bevorstehende Landtagswahl in Baden-Württemberg am 08.03.2026 kamen die Kandidaten des Landtagswahlkreises 67 „Bodensee“ zu einer Podiumsdiskussion zusammen, um sich den Fragen der Schülerinnen und Schülern zu stellen.
Vertreten waren die Parteien Die Linke (Sander Frank), Bündnis 90/Die Grünen (Martin Hahn), die SPD (Dr. Rainer Röver), die CDU (Prof. Dr. Alexander Bruns), die FDP (Klaus Hoher) sowie die AfD (Christoph Högel). Unter dem Leitgedanken „Damit die Zukunft gelingt – Was junge Menschen jetzt politisch brauchen“ rückte die Veranstaltung insbesondere die Anliegen, Erwartungen und politischen Vorstellungen der jungen Generation in den Fokus.
Ab 9:30 Uhr verfolgten die Schülerinnen und Schüler der Kursstufen 1 und 2 sowie einige 10. Klässler aufmerksam die Diskussion. Darüber hinaus nahmen auch Schülerinnen und Schüler der Kooperationsschulen KMG und der Gemeinschaftsschule Graf Soden an der Veranstaltung teil. Wie in den vergangenen Jahren konnten sich die Jugendlichen aktiv einbringen, indem sie im Vorfeld Fragen einreichten, die von den Moderatoren Sofia Jehle und Moritz Rebholz aufgegriffen und an die Podiumsgäste weitergegeben wurden. Erstmals wurde die Diskussion von einem Faktencheck im Hintergrund unterstützt, der die Aussagen der Kandidaten überprüfte. Zudem war die Veranstaltung auch medial von Interesse: Vertreter der Schwäbischen Zeitung sowie Regio TV begleiteten den Politischen Vormittag journalistisch.
Organisiert wurde die Veranstaltung vom Gemeinschaftskunde-Leistungskurs der K2, der bei der Planung und Durchführung von Herrn Walter unterstützt wurde.
Der erste Themenblock befasste sich mit der Klima- und Wirtschaftspolitik. Dabei wurde schnell deutlich, wie unterschiedlich die Positionen der Parteien sind.
Die AfD sprach sich für eine stärker an wirtschaftlichen Interessen orientierte Klimapolitik aus und betonte, Maßnahmen müssten realistisch und umsetzbar bleiben. Die Grünen hingegen hoben die Dringlichkeit der Energiewende und den Ausbau erneuerbarer Energien hervor. Auch ein klarer Abschied vom Verbrennungsmotor wurde angesprochen. Daraufhin stellte Die Linke besonders den Gedanken der Klimagerechtigkeit in den Mittelpunkt und forderte, die Klimakrise konsequent politisch zu berücksichtigen. Die SPD betonte, dass Klimaschutz und wirtschaftliche Stabilität zusammen gedacht werden müssten, während die FDP davor warnte, die Wirtschaft mit zu viele Vorgaben zu belasten, und stattdessen auf Innovationen verwies. Auch die CDU machte deutlich, dass Klimapolitik mit wirtschaftlicher Vernunft verbunden bleiben müsse. Trotz der unterschiedlichen Ansätze bestand Einigkeit darüber, dass der anstehende Strukturwandel eine zentrale Herausforderung für die kommenden Jahre darstellt.
Im zweiten Themenbereich ging es um Bildungspolitik. Diskutiert wurden vor allem Fragen der Chancengleichheit und der zukünftigen Ausrichtung des Bildungssystems. Hier betonte die AfD das Leistungsprinzip und sprach sich für den Erhalt des dreigliedrigen Schulsystems aus. Die CDU hob die Bedeutung der frühkindlichen Bildung hervor und brachte eine längere Kita-Zeit ins Gespräch. Die SPD plädierte dazu noch für kostenfreie Kitas zur Entlastung von Familien. Die Grünen setzten ihren Schwerpunkt mehr auf die Stärkung von Hochschulen und Wissenschaft sowie auf Fragen der Integration. Insgesamt wurde deutlich, dass Bildung von allen Parteien entscheidend für die Zukunft junger Menschen angesehen wird, auch wenn die Wege dorthin unterschiedlich bewertet werden.

Abschließend wurde deutlich, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Politik und der jungen Generation ist. Gerade im Hinblick auf die kommende Landtagswahl, bei der viele Schülerinnen und Schüler erstmals ihre Stimme abgeben dürfen, bot der Politische Vormittag eine wertvolle Orientierungshilfe. Die Diskussion ermöglichte es, unterschiedliche Positionen kennenzulernen, Argumente abzuwägen und politische Entscheidungen bewusster zu reflektieren. Die Veranstaltung zeigte, dass Demokratie vom Dialog lebt – insbesondere dann, wenn junge Menschen aktiv einbezogen werden. Damit trug der Politische Vormittag nicht nur zur politischen Information bei, sondern weckte großes Interesse an aktuellen Debatten und leistete somit einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung und zur Stärkung demokratischer Teilnahme.   
Autorinnen: Ann-Sophie Miller und Lena Fehst

Gerne möchten wir auch auf den Artikel in der "Schwäbischen Zeitung" zu dieser Veranstaltung verweisen, dieser kann hier gelesen werden.

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