Auf den Spuren der Römer

Salve, Constantia! – Sechstklässler auf den Spuren der Römer

Ein nebliger Morgen, eine Schifffahrt mit dem „Bodensee-Schnellboot‟ und am Ende strahlender Sonnenschein: Am Mittwoch, den 25.02.26 tauschte die Lateinklasse 6 des GZG das Klassenzimmer gegen die historische Kulisse von Konstanz und das Archäologische Landesmuseum (ALM) ein.
Pünktlich um 8:00 Uhr legte der Katamaran in Friedrichshafen ab und glitt mit den 16 Schülerinnen und Schüler und ihrer Lehrerin Nina Schobloch durch den dichten Bodenseenebel. In Konstanz angekommen, erkundete die Gruppe zunächst ein paar der bekanntesten Stellen der Innenstadt und erfuhr dabei ganz nebenbei ein wenig Stadtgeschichte:
Folgerichtig startete man bei Konstanz’ vermutlich bekanntester Kurtisane, der Imperia von Peter Lenk. Dass es sich nicht nur im Lateinunterricht lohnt, „genauer hinzusehen‟, merkten die Schülerinnen und Schüler anschließend sehr schnell, als sie bei genauerem Betrachten die Eigentümlichkeiten des Kaiserbrunnens auf dem Marktplatz entdeckten. Am Trichterbrunnen und seiner besonderen Bedeutung für die Konstanzer Seelage vorbei ging es schließlich zum ALM, wo man bereits erwartet wurde.

Zwischen Opus Caementicium und römischem Alltag

Von 10:00 Uhr bis 11:40 Uhr tauchte die Gruppe nun im Archäologischen Landesmuseum tief in die Welt der Antike ein. Die Führung durch den römischen Teil der Dauerausstellung war ebenso umfangreich wie informativ. So erfuhren die Schülerinnen und Schüler Vieles über...

  • die römische Frühgeschichte, also den Weg von der sagenhaften Gründung Roms bis nach Germanien.

  • die Baumeister der Ewigkeit und wie das Opus Caementicium (der römische Beton) dafür sorgte, dass uns viele Prachtbauten bis heute erhalten geblieben sind.

  • den lateinischen Sprachschatz und warum die lateinische Sprache auch heute noch eine unschätzbare Hilfe beim Erlernen anderer Sprachen ist.

  • das Leben im Kastell und wie der Alltag im römisch-germanischen Kastell (ein solches war Konstanz nämlich in seinen Ursprüngen auch) aussah. In diesem Zusammenhang konnten die Schülerinnen und Schüler auch die Austellungsstücke und Modellbauten mustern, das nach dem Beispiel von Lopodunum (Ladenburg) angefertigt worden war.

Die Schülerinnen und Schüler lauschten den Ausführungen des Museumsexperten mit beeindruckender Ausdauer und Aufmerksamkeit.
Nach der Theorie folgte die Praxis: Im Workshop waren handwerkliches Geschick und voller Einsatz gefragt: Jede Schülerin und jeder Schüler bastelte ein eigenes römisches Schreibtäfelchen. Es wurde gehämmert, gewerkelt und poliert, bis jeder sein persönliches Souvenir der Antike in den Händen hielt.
Auf dem Rückweg ging es nun noch über den Münsterplatz zur Glaspyramide. Dort konnten alle einen Blick auf die Überreste des römischen Kastellsteins werfen – Geschichte direkt unter unseren Füßen – und Grundstein der heutigen Geschichte!
Um 13:00 Uhr hieß es dann: „Vale, Constantia!‟ – diesmal bei strahlendem Sonnenschein, was die Fahrt über den See zu einem echten Erlebnis machte. Nach der Ankunft in Friedrichshafen um 14:00 Uhr ging es zwar noch in den Mittagsunterricht, doch die Begeisterung über den Ausflug blieb. Wenn es nach den Schülerinnen und Schülern ginge, könnte diese Exkursion sofort wiederholt werden.

 

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