Crossover- Sommerkonzert in der Presse

Zwei Schulen, neun Ensembles und ein Orchester

Zwei Schulen, zwei Orchester, neun Ensembles, 280 Schüler und ein Konzert: „Crossover“ nennt sich die musikalische Kooperation zwischen dem Graf-Zeppelin-Gymnasium (GZG) aus Friedrichshafen und dem Droste-Hülshoff-Gymnasium (DHG) aus Meersburg.

Im Graf-Zeppelin-Haus hatten sie zu einem Konzertabend eingeladen, dem vorher wochenlange Proben und ein gemeinsames Probenwochenende in Ochsenhausen vorausgegangen waren. Viel Arbeit und Detailliebe haben die Organisatoren in das Konzert gesteckt und die Zuschauer wurden mit einem grandiosen Konzert belohnt.

Gut zweieinhalb Stunden dauerte der Konzertabend. Mit dem Genre-Mix aus Klassik, Big-Band Sounds, Pop und Rock bewiesen die Musiker und Sänger ihre Talente. „Ein Beginn mit Pauken und Trompeten“, begrüßten die Schulleiter Philipp Strack  (DHG) und Axel Ferdinand (GZG) die Zuhörer im voll besetzten Hugo-Eckener-Saal, nachdem das Mittelstufenorchester aus Meersburg mit „Prélude“ von Antoine Charpentier den Abend eröffneten. „Crossover“ darf hier wortwörtlich verstanden werden, Orchester beider Schulen und Chöre arbeiteten hier Hand in Hand. Die „GZG-Jungs“ des Häfler Gymnasiums sangen – wie man sie kennt – fröhlich gelaunt und bei „We are the world“ von Michael Jackson gab es sogar einige Soloeinlagen unterschiedlicher Sänger. Besonders berührend war die Darbietung des GZG-Kinderchors, die mit Liedern aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ unter musikalischer Begleitung des Streicherensembles des DHG. Gefühl- und kraftvoll gaben sie Lieder wie „Vois sur ton chemin“ oder „Cerf-volant“ wieder – ein echter Gänsehautmoment. Die GZG-Big-Band machte mit ihren brassigen und soulig-swingenden Liedern dem Namen Big-Band alle Ehre. Darunter Interpretationen von Adeles „Rolling in the deep“ oder auch bekannten Bigband-Nummern wie „Copacabana“ oder „Cantaloupe Island“.

Nach der Pause trat das große Orchester, die Rock- und Pop-Band sowie der große Chor des DHG in Kooperation mit dem Jugend- und gemischten Chor des GZG auf. Ein bunter Mix aus bekannten Pop- und Rocksongs bestimmten hier den Abend. „Skyfall“, der James-Bond-Song von Adele, „Havana“ von Camila Cabello, für den es auch Szeneapplaus regnete oder auch der Rammstein-Song „Engel“, dem die getragene und weniger düstere Interpretation als das Original gut zu Gesicht stand. Ebenso grandios die orchestrale Umsetzung von Led Zeppelins „Kashmir“. Die Arbeit der Schüler und das Engagement der Fachschaft Musik beider Schulen sorgten für einen Abend, der in Erinnerung bleiben wird. Bitte mehr davon.

Lydia Schäfer

 (https://www.schwaebische.de/landkreis/bodenseekreis/friedrichshafen_artikel,-zwei-schulen-neun-ensemble-und-ein-orchester-_arid,11057086.html)

Zusammenspiel auf allen Ebenen: Neun Ensembles des Meersburger Droste-Hülshoff- Gymnasiums und des Häfler Graf-Zeppelin-Gymnasiums geben gemeinsamesnSommerkonzert

Konzert beginnt mit Hommage an Europa Motto des Abends lautet „Crossover“

Festlich eröffneten Pauken die „Prélude„ von Marc-Antoine Charpentier, als Fanfare jubelten Streicher und Bläser. Beschwingt spielten sie die Melodie, die als Einleitung zu einer Motette entstand und heute bei der Eurovision erklingt. Pia Petermann aus der zehnten Klasse dirigierte das Mittelstufenorchester unaufgeregt und präzise. „Crossover„, also einen Stilmix, versprach das gemeinsame Konzert des Meersburger Droste- Hülshoff-Gymnasiums (DHG) und des Häfler Graf-Zeppelin-Gymnasiums (GZG).

Neun Ensembles waren dabei: Das Orchester des DHG glänzte mit Temperament und Witz in Schostakowitschs Tanz No 2. Die DHG-Band fuhr starke Solistinnen auf und die GZG-Bigband brachte mit feingliedrigem Jazz, Pop und Latin das Publikum zum Mitwippen. Frische Kinderstimmen überzeugten bei den GZG-Jungs und beim Kinderchor, ausdrucksvoll sangen die älteren Schüler im Jugend- und gemischten Chor des GZG sowie im großen Chor des DHG.

Crossover bedeutete hier nicht nur Stilmix. Die Musiker gaben einander Raum: Sie konnten nicht alles spielen, was sie geprobt hatten, die Bläser räumten für den Jugendchor ihre Notenständer zur Seite, das Orchester machte den Chordirigenten Platz. Auch spielten sie Stücke in neuen Besetzungen: Orchester plus DHG-Band verliehen Led Zeppelins „Kaschmir“ epische Weite. Wenn die GZG-Bigband ein Querflötensolo sachte untermalte, bekam der Jazz ein neues Gesicht. Und es taten sich Ensembles zusammen, die sich vorher nicht kannten. Einfühlsam begleiteten die Streicher des DHG-Orchesters den GZG-Kinderchor, der ergreifend Lieder aus „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ sang. Als der große Chor des DHG und der gemischte Chor des GZG sich in „Engel“ zum dreifachen forte steigerten, erfüllte geballte jugendliche Energie den Saal.

So wurde aus Crossover Begegnung, Unterstützung und intensives Zuhören. Mit Verve, mit beschwingter Leichtigkeit, sangen die GZG-Jungs „We are the world“ von Michael Jackson. Zaghaft wie aus dem Nichts beklagte der Jugendchor bei dem Stück „Skyfall“ eine zerfallende Welt.

Großer und gemischter Chor interpretierten in „Viva la Vida“ mit tiefer Nachdenklichkeit die Rückschau eines Tyrannen. Es dürfte kaum ein Zufall gewesen sein, dass das Konzert der Jugendlichen mit einer Hommage an Europa startete und mit der Aufführung von Aretha Franklins „Think“ endete.

Corinna Raupach © SÜDKURIER GmbH 2019

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