Politischer Vormittag 2019

Am Freitag den 15.02 fand, wie in den vergangenen Jahren auch, der politische Vormittag am Graf-Zeppelin-Gymnasium statt. Der Vormittag, bestehend aus einer Podiumsdiskussion zwischen den geladenen Parteien AfD, Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE, CDU, FDP und SPD und einer anschließenden Parteienmesse, stand unter dem Thema „Herausforderungen der Zukunft“ mit den Schwerpunkten Klimawandel und Populismus.

Die 90-minütige Podiumsdiskussion wurde von Lisa Rompel und Daniel Kailer, Schülern des Neigungsfaches Gemeinschaftskunde der K2, moderiert. Der Gemeinschaftskundekurs, der aus 13 Schülerinnen und Schülern vom GZG, wie auch vom KMG besteht, hat unter Anleitung des Fachlehrers Tobias Lardong den politischen Vormittag geplant, den Themenschwerpunkt gesetzt, sowie Fragen von Mitschülern zusammengestellt. 

Die Podiumsdiskussion wurde von den Moderatoren mit der Frage nach den zu ergreifenden Maßnahmen gegen den Klimawandel und einem ersten Statement zu dem Thema eröffnet. Schnell entstand eine lebhafte Diskussion, in der die Vertreter der Parteien bereits ein breites Spektrum an Informationen und Meinungen äußerten und viele Aspekte des Themas abdeckten. Um neuen Gesprächsstoff zu liefern, warfen die Moderatoren das Statement ein, es sei günstiger für die Verbraucher umweltschädlich zu leben. Daraufhin konzentrierte sich die Diskussion auf Plastikverpackungen und darauf, klimafreundliche Produkte durch niedrigere Preise attraktiver zu machen. Auch eine mögliche Plastiksteuer wurde diskutiert. Abschließend zum Thema Klimawandel, stellten die Moderatoren die Frage, die dem gesamten Gemeinschaftskundekurs am meisten am Herzen lag. Es ging um die Fridays-for-Future-Demonstrationen, für die viele Schülerinnen und Schüler freitags Unterricht schwänzen und um die Frage, ob dies akzeptabel sei. Die Meinungen gingen, was dieses Thema anging, wie auch schon bei den Fragen zuvor, weit auseinander. Klaus Hoher (FDP) und Christoph Högel (AfD) fanden es löblich, dass die Schülerinnen und Schüler sich für solche Themen interessieren und dies auch bei den Demonstrationen zeigen wollen, jedoch waren beide der Ansicht, dass dies eher in der Freizeit geschehen sollte und nicht während der Schulzeit. Die Vertreter der anderen Parteien Luca Baumann (SPD), Volker Mayer-Lay (CDU) und Felix Bohnacker (Bündnis 90/Die Grünen) sahen das Verpassen einiger Schulstunden als weniger schlimm an. Besonders Sander Frank (DIE LINKE), der selbst an der Organisation dieser Demonstrationen beteiligt ist, hat sich dafür ausgesprochen, dass eben durch das Schwänzen den Fridays-for-Future genau die Aufmerksamkeit zu Teil wird, die gewollt und benötigt ist, wofür er Applaus vom Publikum erntete. 
Im Hinblick auf die Zeit, wurde der nächste Themenblock zum Populismus, mit der Frage, wie man denn Populismus erkennen könne, eingeleitet. Sander Frank (DIE LINKE) antwortete direkt, dass Populismus daran zu erkennen sei, einfache Antworten auf schwierige Fragen zu geben. Luca Bauman (SPD), der Politikwissenschaften studiert, erklärte Populismus mit Inklusion und Exklusion und wie Volker Mayer-Lay (CDU) mit der typischen Phrase „Wir sind das Volk, nur wir“. Außerdem machte er darauf aufmerksam, dass man alles kritisch hinterfragen sollte, was Politiker sagen und sich selber darüber Gedanken zu machen, um eine eigene Meinung zu Bilden und den Gefahren des Populismus entgegenzuwirken. Klaus Hoher (FDP) sah das Thema Populismus weniger problematisch, da falsche und populistische Äußerungen durch eigene Recherche aufgedeckt werden könnten.

Da die Zeit drängte, beschlossen die Moderatoren, die Podiumsdiskussion mit ein paar Publikumsfragen zu beenden. Es konnten nur noch wenige Fragen aus dem Publikum beantwortet werden. Dafür bot aber die anschließende Parteienmesse genügend Raum. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 bis 12 zu den jeweiligen Ständen der verschiedenen Parteien gehen, sich dort selbstständig informieren und in den direkten Austausch mit den Politikern gehen. Nicht nur durch die anwesenden Parteien, auch durch Vertreter des Jugendparlaments, der Landeszentrale für politische Bildung und dem Club of international politics, bot der Politische Vormittag den anwesenden Schülerinnen und Schülern einen umfangreichen Informations- und Meinungsaustausch mit sehr vielen verschiedenen Eindrücken. 

An dieser Stelle möchten wir, der vierstündige Gemeinschaftskundekurs der K2, uns für die Teilnahme und Anwesenheit aller Parteien und für eine lebendige und respektvolle Diskussion bedanken. Wir hoffen, dass die Veranstaltung allen Beteiligten genauso viel Freude bereitet hat, wie uns. Ein besonderes Dankeschön gilt natürlich auch unserem Fachlehrer Herr Lardong, der uns bei der Organisation unterstützt hat und uns bei Fragen immer geholfen hat. 

 Elina Hartmann für das Neigungsfach Gemeinschaftskunde (K2)

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