Forschungsprojekt WLAN-Richtfunk

WLAN-Richtfunk auf der HAM Radio 2019

Friedrichshafener Abiturient stellt Forschungsprojekt auf der 45. Internationalen Amateurfunk-Messe aus

Tiark Tiwary, Abiturient am Graf-Zeppelin-Gymnasium in Friedrichshafen und Jungforscher am Schülerforschungszentrum Südwürttemberg, konnte sein Projekt „Schools conn@cted – WLAN-Richtfunk“ auf der diesjährigen HAM Radio an einem Stand präsentieren. Der Leiterin des Landeswettbewerbs von Jugend forscht, Dr.Marianne Rädle, war sein Projekt während des Regionalwettbewerbs im vergangenen Februar im Dornier Museum aufgefallen und inAbsprache mit dem Wettbewerbsleiter Thomas Armbruster und der Regionaljury hatte sie es als lokalen Aussteller bei der HAM-Radio vorgeschlagen. 

Als weiteres Jugend forscht-Projekt stellten drei Abiturienten des Robert-Gerwig-Gymnasiums in Hausach (Ortenaukreis) ihre Arbeit an einem Laptop auf Raspberry Pi-Basis vor. Diese Teilnahme wurde beim Landeswettbewerb Jugend forscht als Sonderpreis vergeben.

Beide Teams wurden vomDeutschen Amateur Radio Club (DARC) eingeladen.

Tiark arbeitet an einer gerichteten Verstärkung des WLAN-Signals. Mittels selbstgebauter Antennen an konventionellen Access-Points kann die räumliche Leistungsverteilung der Sender beeinflusst werden. So ist es möglich das Signal innerhalb eines bestimmten Kugelsektors zu verstärken und außerhalb davon abzudämpfen. Dadurch wird einerseits eine größere Reichweite erreicht, andererseits können strahlungsärmere Zonen geschaffen werden. Motivation für die Forschung ist der Aufbau einer WLAN-Verbindung zwischen den beiden Gymnasien GZG und KMG. Daran möchte der Achtzehnjährige auch weiterarbeiten, nachdem er das Abitur abgelegt hat. Das Projekt wird derzeit durch das Programm mikro makro mint der Baden-Württemberg Stiftung gefördert.

„Am Freitag und Samstag kamen viele Interessierte, die sich sehr begeistert zeigten“, so Tiark. Dass er ohne Amateurfunklizenz auf sein Projekt gekommen sei, habe viele Besucher erstaunt. „Die Atmosphäre war sehr familiär, was man auch an einem durchgehend freundlichen Umgang und Duzen untereinander ausmachen konnte. Außerdem war es sehr interessant mit Leuten zu sprechen, die noch mehr Ahnung von Funktechnik hatten als ich.“ Am Ende bekam er von einem Standnachbarn ein USB-Dongle geschenkt, mit dem man elektromagnetische Wellen empfangen kann. „Ich überlege mir jetzt eine Amateurfunklizenz zu erwerben.“

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