Exkursion nach Stuttgart

So können wir die Zukunft gestalten: Mit Politik und Höchstleistungsrechnern

Der Seminarkurs der 11. Klasse des Graf-Zeppelin-Gymnasiums machte Anfang letzter Woche eine zweitägige Exkursion in die Landeshauptstadt. Dabei sprachen die Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Personen, um mehr über das Thema „Medien“ zu erfahren und Informationen für die bevorstehende Jahresarbeit zu sammeln.

„Zeitungen haben die Verantwortung, alles so objektiv wie möglich darzustellen.“, hieß es unter anderem im Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Klaus Hoher (FDP), welcher ursprünglich aus dem Bodenseekreis stammt.
Der Kurs stellte ihm Fragen zu Themen wie Soziale Medien, Fake-News und Bildungspolitik und bekam Anregungen zu aktuellen politischen Geschehnissen. Klaus Hoher selbst hat schon die Erfahrung von beleidigenden Kommentaren auf Social Media gemacht, nichtsdestotrotz sieht er viele Möglichkeiten im politischen Austausch zum Beispiel auf Instagram.
Außerdem erhielten die Schülerinnen und Schüler einen kleinen Einblick in das Arbeitsleben eines Landtagsabgeordneten und durften vom Abgeordnetenbüro aus die Aussicht über Stuttgart genießen (siehe Foto).

Für die Werbeagentur „Panama“, die der Kurs im Rahmen der Exkursion besuchte, ist es wichtig, Medien so effektiv wie möglich zu nutzen. Der Entstehungsprozess einer Werbekampagne beginnt bereits mit dem Austausch mit dem Kunden, Vorstellungen werden geäußert und erste Ideen festgehalten. Danach werden diese Ideen in Gruppen Schritt für Schritt umgesetzt, bis man am Ende die fertige Werbung hat. Für den gesamten Prozess werden viele verschiedene Kompetenzen benötigt, was Werbeagenturen zu einem guten Praktikumsplatz für Schülerinnen und Schüler macht, da man dabei einen Eindruck von vielen verschiedenen Berufsarten bekommen kann.

Dass Simulationen nicht nur für Videospiele gut geeignet sind, zeigte der Besuch im Höchstleistungsrechenzentrum der Universität Stuttgart. Hier wurde der Gruppe gezeigt, wie dreidimensionale Simulationen für Forschungszwecke aussehen können und wofür genau sie entworfen werden. Gleich mehrere Projektionen an den Wänden einer Art Box, die von mehreren Personen gleichzeitig betreten werden kann, ermöglichen eine dreidimensionale und interaktive Simulation. Das nutzen die Forscher, um Modelle von komplexen Sachzusammenhängen zu erstellen und mithilfe dieser Modelle an weitere Informationen zu gelangen.
Dass Forschung solcher Art mit Politik Hand in Hand gehen kann, zeigt zum Beispiel ein Projekt, bei dem es darum ging, das Tunnelsystem eines Wasserkraftwerks innerhalb eines Berges zu erweitern. Dieses Vorhaben wäre wahrscheinlich an Bürgerinitiativen gescheitert, konnte aber dank Infoveranstaltungen doch umgesetzt werden. Auf diesen Veranstaltungen wurden die Bürger zum Beispiel über die Lärmbelastung aufgeklärt, die in Wirklichkeit nicht so hoch war, wie sie davor dachten.

All diese Berufe und Technologien bieten Potenzial für die Zukunft und die Möglichkeit, vieles zu verbessern und zu vereinfachen. Aus diesem Grund war die Exkursion besonders für die Schülerinnen und Schüler des Seminarkurses interessant, da sie die nächste Generation von jungen Erwachsenen sein werden, die ihren Teil zur Gesellschaft beitragen.

(H. Dankemeyer)

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